Aktuell | 17.07.2026

Extrem heißes Wetter setzt vielen zu

Die langanhaltende Hitzeperiode im Juni und zuletzt wieder Mitte Juli machte Mensch und Natur zunehmend zu schaffen. 

Während die einen das tolle Badewetter im Sieben-Erlen-See genießen, stellen Tagestemperaturen weit über der 30-Grad-Marke und tropische Nächte viele auf eine harte Belastungsprobe. 

Dass dieser Sommer anders ist als viele andere, zeigen auch bereits mehrere Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr. Diese musste erst vor wenigen Tagen einen großflächigen Wiesenbrand entlang der Kreisstraße beim Rewe-Kreisel löschen. Dank des schnellen und gezielten Eingreifens konnte größerer Schaden und eine konkrete Gefährdung umliegender Bebauung gerade noch verhindert werden. Dieser Brand könnte durch eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe verursacht worden sein. In diesem Zusammenhang weisen wird auf die erhöhte Wald- und Flächenbrandgefahr hin und appellieren an ein verantwortungsvolles und umsichtiges Verhalten.  

Gerade sogenannte vulnerable Bevölkerungsgruppen wie Kinder, chronisch Kranke oder ältere Menschen kommen mit den sehr hohen Temperaturen nur schlecht zurecht.

Da in vielen Gebäuden kein ausreichender baulicher Hitzeschutz und keine Klimatisierung vorhanden sind, stellt eine lang anhaltende Hitzeperiode wie zuletzt eine starke Beeinträchtigung für Wohlbefinden und die Gesundheit dar. Verschärft wird diese Situation dadurch, dass oftmals nachts keine ausreichende Abkühlung mehr möglich ist, weil die Temperaturen kaum unter 20 Grad sinken (sogenannte Tropennächte).

In den Medien wurden in den letzten Wochen sehr umfangreiche Tipps und Hinweise dazu gegeben, wie man möglichst gut durch solche Hitzephasen kommt. Die wichtigsten Ratschläge lauten: Ausreichend trinken – gerade für ältere Menschen, die oftmals kein rechtzeitiges Durstgefühl haben – und keine unvermeidbaren körperlichen Belastungen, schon gar nicht in der größten Mittagshitze.

Sommer mit lang anhaltender, starker Hitze und Trockenheit wie der aktuelle wird es aller Voraussicht nach in Zukunft öfter geben. Deshalb ist es wichtig, dass auch von kommunaler Seite Konzepte für den Hitzeschutz umgesetzt werden. Stichworte dazu sind die Erhaltung oder Schaffung von kühlen Grüninseln innerorts und gekühlte Räume zum Aufenthalt. Enorm wichtig ist auch die Hilfe von Mensch zu Mensch, indem einer nach dem anderen schaut, dass es allen gut geht. Nach dem Motto „Hallo, Nachbar, alles okay?“ Gerade für ältere und kranke Menschen. 

Ergänzend dazu tut es auch den Tieren und Pflanzen gut, wenn sie in diesen Wochen Unterstützung erfahren. Da kann man schon im kleinen einiges tun. Etwa das Bewässern des Straßenbaums vor dem Haus oder der Wohnung, oder das Aufstellen von Wasserschalen für die Tierwelt im Garten. Allerdings sollten diese regelmäßig geleert und erneuert werden, um einer unfreiwilligen Schnakenplage vorzubeugen. 

Dass die Gefahr von Wald- und Flächenbränden gerade jetzt extrem hoch ist, dürfte hoffentlich überall angekommen sein. Bitte beachten Sie dazu auch den nachfolgenden Pressebericht vom Landratsamt Karlsruhe. (hut)