"Vorsicht, Falle!" - Information über Telefonbetrug

Gemeinde, Vereine und Nessi e.V. kooperieren und klären auf

"Vorsicht, Falle!": Eine Informationsveranstaltung in Kooperation von Gemeinde, NESSI e.V. (Netzwerk schafft Sicherheit), der Kleinen Bühne Karlsdorf-Neuthard und dem TSV Karlsdorf – Förderverein im Rahmen des Straßenfestes kam offenkundig gut an.
Die trotz heißem Wetter zahlreichen Besucher konnten wertvolle Tipps und Hinweise mitnehmen anhand von den Darstellern der Kleinen Bühne realitätsnah gezeigten und fachkundig kommentierten Spielszenen.
„Es kann nicht oft genug gewarnt werden vor fiesen Betrugsmaschen, auf die immer wieder allzu viele hilfsbereite Menschen hereinfallen und auf diese Weise viel Geld verlieren“, so Bürgermeister Sven Weigt.
Hier setze die vorbeugende Arbeit von NESSI an, denn Aufklärung helfe, dass man möglichst nicht zum Opfer dieser kriminellen Machenschaften werde. Leider schreckten die Ganoven vor kaum einem Mittel zurück, um an das Geld der überrumpelten Menschen zu kommen.  
Nessi e. V. ist ein Verein zur Förderung kommunaler Kriminalprävention, der von der Stadt Bruchsal und den Gemeinden Forst und Karlsdorf-Neuthard unterstützt wird mit dem Ziel, die Sicherheit und die Vorbeugung von Straftaten zu verbessern.
Zwei gängige betrügerische Anrufe, der „Enkeltrick“ und der „Schockanruf“, führten beängstigend lebensecht Alexandra Huber und Mechthilde Weindel vom Theaterverein vor Augen.
„Die Betrüger rufen meist aus dem östlichen Ausland an. Sie geben sich als Enkel oder nahe verwandte Person aus, die in eine bedrohliche Notlage geraten ist und unbedingt Geld braucht. Die Oma ist verunsichert, fühlt sich überrumpelt, kann nicht mehr klar denken und zahlt, indem sie oftmals hohe Geldsummen einem angeblich beauftragten Boten übergibt“, erläuterte Harald Weschenfelder, der frühere stellvertretende Leiter der Kriminalpolizei in Bruchsal.
Noch einen gemeinen Schritt weiter gehen die sogenannten Schockanrufe. Hier wird beispielsweise erzählt, dass ein Kind der angerufenen Person einen Verkehrsunfall mit Personenschaden verursacht habe und nur gegen Zahlung einer hohen Kaution aus der Haft entlassen werden könne.
Auch da die gleiche Masche: „Die angerufene Person ist geschockt, verunsichert, will helfen, weiß nicht ein noch aus und gibt alles, was sie an Geld hat, einem ihr unbekannten Boten. Leider passiert das in der Realität tatsächlich und das Geld ist in aller Regel auf Nimmerwiedersehen weg“, so Harald Weschenfelder im Gespräch mit Thomas Huber, dem Leiter der Kleinen Bühne.
Was kann man vorbeugend tun und wie verhält man sich richtig? „Ruhig und besonnen bleiben, Rückfragen stellen, sich nicht unter Druck setzen lassen, und niemals persönliche oder finanzielle Auskünfte am Telefon geben“, so der Rat der Polizei.
Einfach den Hörer auflegen, sei ebenfalls eine Möglichkeit, um nicht in eine Bredouille zu geraten, denn schon damit schrecke man die Täter im Regelfall ab.
Wichtig auch der Hinweis, dass die Polizei selber in echten Notfällen nicht anruft, sondern die Beamten persönlich die betroffene Person aufsuchen würden. Und: „Hilfreich kann eine Checkliste neben dem Telefon sein, die auflistet, wie man sich verhalten soll. Denn oft kann man angesichts des raffinierten Vorgehens der Täter und des erzeugten Zeit- und Handlungsdrucks nicht mehr klar denken. Im Zweifel gilt immer: Holen Sie sich Hilfe bei Verwandten oder bei der Polizei“, gab Harald Weschenfelder weitere gute Tipps mit auf den Weg.

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