Saalbachniederung wird Naturschutzgebiet

Einzigartiges Refugium mit großer biologischer Vielfalt / ein Eldorado für viele Vogelarten

Die Saalbachniederung ist einer der größten unzerschnittenen Landschaftsräume in der gesamten nordbadischen Region. Eingegrenzt wird das durch weitläufige Wiesenflächen, Biotope und Wasserflächen geprägte Gebiet von der Gemeinde Hambrücken im Norden, dem Staatswald Kammerforst im Westen, der Gemeinde Forst östlich und der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard südlich davon.
Nun soll die Saalbachniederung mit ihrer enormen ökologischen Bedeutung als Heimat vieler besonders seltener und schutzbedürftiger Tier- und Pflanzenarten als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden. Die Planungen dazu wurden jüngst ausführlich im Gemeinderat vorgestellt. Der Status als Naturschutzgebiet stellt einen höheren Schutz dieser einmaligen Fläche als bisher vor Veränderungen und Einschränkungen dar, um diese in ihrem Bestand langfristig sichern und erhalten zu können, hieß es bei der Präsentation durch Vertreter des Regierungspräsidiums Karlsruhe.
Durch die Umwandlung in extensives Grünland entstand vor Jahren im Norden von Karlsdorf ein ausgedehntes Wiesengebiet, das mittlerweile ein Naturreservoir mit besonderer Ausprägung ist. Genutzt werden die Wiesen heute in einer einschürigen Mahd hauptsächlich von ortsansässigen Landwirten zur Heugewinnung. Durch Initiative des NABU und des Vereins "Wiesenauen Mittlerer Oberrhein" gehen Planungen zur Unterschutzstellung des Gebietes voran. Das Landschaftsschutzgebiet soll in absehbarer Zeit den Schutzstatus eines Naturschutzgebietes erhalten. Für den Storch und andere Arten wurden Flachgewässer angelegt, die vom Saalbach gespeist werden. Noch eingezwängt in künstliche Dämme soll der Saalbach in Zukunft wieder mehr Freiraum erhalten. Neben den Störchen kehrten auch andere verschwundene Tier- und Pflanzenarten zurück, die hier in beeindruckender Art und Weise von den Besuchern beobachtet werden können. Die Saalbachniederung ist mir ihrem Artenreichtum und Rückzugsraum für Vögel, Amphiebien und andere Tier sowie Pflanzenarten eine Refugium von landesweiter Bedeutung.

(Erstellt am 10. Februar 2022)

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