Stilles Gedenken am Volkstrauertag

Corona geschuldet, gab es in diesem Jahr keine öffentliche Gedenkfeier am Volkstrauertag.
Gedacht wurde dennoch an die Opfer von Kriegen, Gewaltherrschaft, Vertreibung und Terror in einem bewegenden Gottesdienst und einer Gedenkrede von Bürgermeister Sven Weigt in der Sebastiankirche in Neuthard. Aufgrund der gegenwärtigen Kontaktbeschränkungen konnte nur eine beschränkte Anzahl Gottesdienstbesucher teilnehmen. Anwesend waren unter anderem Vertreter von Freiwilliger Feuerwehr und DRK-Ortsverein Neuthard, der Patenschafts-Kompanie der Bundeswehr und drei Fraktionsvorsitzende der im Gemeinderat vertretenen Parteien.
„75 Jahre, glaubten wir, alles im Griff zu haben“, hieß es in der Predigt von Pfarrer Forneck. Noch immer erschütterten kriegerische Auseinandersetzungen und aktuell die Pandemie die Menschen in vielen Teilen der Welt. Umso mehr gelte es, aus der Geschichte zu lernen und unsere Fähigkeiten und Stärken einzusetzen für ein Leben in Frieden, Freiheit und Mitmenschlichkeit. Auch die sollten nicht vergessen werden, die ihr Leben in Kriegen und im Widerstand gegen die Gewaltherrschaft verloren haben.
Aus der Vergangenheit lernen
„Es ist wichtig“, sagte Bürgermeister Weigt bei seiner Ansprache, „uns gemeinsam zu erinnern wie kostbar Frieden, Menschenrechte, Freiheit, Demokratie und Wertschätzung jedes Menschenlebens sind. Nur wer sich erinnert und aus der Vergangenheit lernt, kann dauerhaft eine bessere Zukunft gestalten.“ Der Volkstrauertag ist ein Aufruf an alle, das Mögliche dazu beizutragen, dass das Leben mit jedem Tag zufriedener, achtsamer, freundlicher und sicherer wird. Die Corona Pandemie stellt die Menschheit vor unerwartete Herausforderungen. Gerade in einer solchen Krise ist es wichtig  zurückzublicken. Fast sechs millionen Menschen sind 80 Jahre und älter. Viele konnten berichten, wie vergleichsweise die Krise ist, die uns epochal erscheint im Vergleich was sie früher erleben und erdulden mussten.
Erinnerung an die verheerenden Weltkriege 
Als Beispiel nannte er die ungeheuerlichen Ausmaße und Folgen der von Deutschland ausgegangenen Angriffskriege. Über 60 Millionen Menschen, mehr als die Hälfte Zivilisten, verloren ihr Leben durch kriegerische Handlungen, Völkermord in Lagern, konzentrierten Grauens, Bombardierung, Flucht, Vertreibung und Verschleppung. Die militärische Niederlage und das damit verbundene Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft führten 1949 zur Gründung der freiheitlich demokratisch verfassten Bundesrepublik. Dass die Menschen in Europa heute in Frieden und Freiheit leben können, ist vor allem dem um Ausgleich, Verständnis und Freundschaft zwischen den Völkern zu verdanken.
Volkstrauertag bleibt immer aktuell
Die Botschaft, die der Volkstrauertag auf den Weg gibt, ist eindeutig und aktueller denn je.  Aus der Geschichte lernen und eintreten für den Frieden. Im Anschluss an den Gottesdienst folgten mit einer kleinen Feier die Kranzniederlegungen in Neuthard, danach in Karlsdorf auf dem alten Friedhof.
Dabei waren auch die Vertretungen des VDK sowie ein kleines Ensemble vom Musikverein Neuthard.

(Erstellt am 17. November 2020)

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