Rathaus in Karlsdorf soll kommunales Zentrum für beide Ortsteile werden

Altes Feuerwehrhaus weicht Erweiterungsbau

Seit Dienstagabend, 26. Mai, ist es beschlossene Sache: Die Verwaltung in Karlsdorf-Neuthard rückt zusammen und konzentriert sich künftig an einem Standort. Als neues kommunales Zentrum bietet sich das Rathaus in Karlsdorf an, das schon heute mehr Bürofläche zur Verfügung stellt. Entsprechend fiel der einstimmige Beschluss des Gemeinderates aus. Damit ist der Weg geebnet für ein Großprojekt mit hohem Potenzial für die städtebauliche Entwicklung beider Ortsmitten.
Die Planungen sehen vor, das Rathaus in Karlsdorf zu sanieren und aufzustocken. Das alte Feuerwehrhaus soll einem Erweiterungsbau für die Verwaltung weichen. Im Übergang zwischen beiden Baukörpern wird ein Aufzug installiert, um künftig einen barrierefreien Zugang zum Rathaus zu ermöglichen. Das frühere Sparkassengebäude, inzwischen Polizeiposten, soll zum Standesamt umgebaut werden

Das Rathaus in Neuthard bleibt Eigentum der Gemeinde, versicherte der Bürgermeister. Im Erdgeschoss darf eine Krabbelgruppe spielen, das Obergeschoss wird von den Ratsfraktionen für Sprechstunden und Sitzungen genutzt. Das Feuerwehrhaus Neuthard wird den Vereinen zur Verfügung gestellt und multifunktional ausgestattet. In einem ersten Schritt muss nun das gemeinsame Einsatzzentrum beider Ortsteilwehren an anderer Stelle gebaut und ausgerüstet werden (wir berichteten). Der Bauantrag sei in Arbeit, informierte Bürgermeister Weigt. Weitergehende Planungen für den Ortsmittelpunkt in Neuthard beschäftigen sich mit der Erweiterung des Theresien-Kindergartens und einer Seniorenwohnanlage. Ziel ist ein Generationenplatz, der nicht von Gastronomie dominiert, sondern von Dienstleistern, Arztpraxen, Banken und weiteren flankiert werden soll.

Die Zusammenlegung der Rathäuser ist damit ein erster Schritt für eine Neukonzeption beider Ortsmitten: „Jetzt können auch städtebauliche Missstände vollständig beseitigt werden“, wirbt Bürgermeister Sven Weigt. Für Sanierungsmaßnahmen seien bereits ein staatlicher Zuschuss von einer Million Euro bewilligt worden. Fünf Planungsvarianten, ein historischer Fusionsvertrag, das Ergebnis der Bürgerversammlung – der Grundsatzbeschluss des Gemeinderates gibt nach langen Diskussionen nun die Eckpfeiler für ein weitreichendes Zukunftsprojekt vor.

Die Sorge der Bürger, die Ortsteile Karlsdorf und Neuthard könnten sich unterschiedlich entwickeln, veranlasste die Verwaltung, grundlegend nachzuforschen. Das Ergebnis stellte Weigt vor. Der Bürgermeister veranschaulichte in einer Präsentation, dass alle öffentlichen Einrichtungen, von Spielplätzen bis Bushaltestellen, von Arztpraxen bis Banken, in beiden Ortsteilen paritätisch vorhanden seien. Zwar werde sich die Verwaltung künftig auf den Standort Karlsdorf konzentrieren, seine Sprechstunden wollte der Bürgermeister aber weiterhin in Neuthard abhalten.

Fakt sei aber auch, so der Rathauschef, dass Rathäuser zunehmend an Bedeutung verlören. Immer mehr Menschen nutzen inzwischen soziale Netzwerke und das mobile Bürgerbüro, um ihre Anliegen vorzubringen und Dokumente zu beantragen. Die Mitarbeiter hätten gerade während der Corona-Krise gezeigt, dass sie mit dieser Entwicklung Schritt halten können.

(Irmgard Duttenhofer/BNN, Abdruck mit freundlicher Genehmigung).

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