Gemeinderat will Realschul-Erweiterung

46-seitige Vorlage prognostiziert dieser Variante im Vergleich die besten Erfolgsaussichten.



Fast auf den Tag genau vor einem Jahr hat der Gemeinderat im Grundsatz beschlossen, die Schullandschaft in Karlsdorf-Neuthard neu zu überdenken. Die Werkrealschule an der Schönbornschule hatte den Schulbetrieb wegen fehlender Frequenz gerade beendet. Nach der vierten Klasse besuchen jetzt alle Schülerinnen und Schüler weiterführende Schulen in den Nachbargemeinden. Sie fahren überwiegend nach Bruchsal. Dem Gremium ist außerdem bekannt, dass beide Karlsdorf-Neutharder Grundschulen nach 50 Jahren Dauerbetrieb sanierungsbedürftig sind. Inzwischen hat die Verwaltung Daten und Fakten zusammengetragen. Das Ergebnis wurde dem Gemeinderat am Dienstagabend, 26. Mai, vorgestellt.

Die 46-seitige Vorlage gibt Aufschluss über die Bevölkerungsentwicklung, prognostizierte Schülerzahlen, Ergebnisse der Elternbefragung, Planentwürfe und Kostenschätzungen. Welcher Schulzweig hat also noch Zukunft? Die Werkrealschule, das hat die Vergangenheit gezeigt, ist für Karlsdorf-Neuthard keine Lösung. Einer Gemeinschaftsschule wird ebenfalls kein Erfolg vorhergesagt. Sie könne, so die statistische Erhebung, die erforderliche Schülerzahl aus eigener Kraft nicht generieren. Eine Grundschule allein werde wiederum dem Wunsch der Eltern nicht gerecht. Diese suchen auch nach einem weiterführenden Angebot, tendieren zu Realschulen und Gymnasien.

Die höchste Übergangsquote verzeichnen Realschulen, belegen die statistischen Zahlen. 40 Schüler pro Jahrgang sind bereits heute auf dem Weg in die Realschulen des Umlandes. Tendenz steigend. Denn die Doppelgemeinde wächst kontinuierlich. Ein weiteres Argument, um über eine Realschule laut nachzudenken, liefert die Corona-Krise. In den vergangenen Wochen habe sich gezeigt, dass es besser sei, Unterricht in kleineren Schulkomplexen anzubieten, argumentiert Bürgermeister Sven Weigt. Ohne den etablierten Einrichtungen Konkurrenz bieten zu wollen, sieht er durchaus eine Chance, auch Schüler der Umlandgemeinden für den Besuch einer Realschule in Karlsdorf-Neuthard zu begeistern: „Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist optimal“. Der Rat befürwortete einstimmig das Vorhaben, die Schönbornschule um eine Realschule zu erweitern. Die Finanzierung sei „machbar und in der mittelfristigen Finanzplanung möglich“, versichert der Rathauschef. „Unsere Finanzlage ist robust, 2019 war ein sehr gutes Jahr.“ Liquidität braucht es tatsächlich, um das Großprojekt stemmen zu können, das die Planer bereits entworfen haben. Übergangsweise sollen die Grundschüler in einen Baucontainer und Pavillons umziehen. Danach könnten die Realschüler in den Provisorien unterrichtet werden. Das alte Schulhaus würde abgerissen. An seiner Stelle könnte der Neubau für die Realschüler entstehen. „Der Boden ist bereitet, der Ball im Spiel“, fasst Weigt zusammen. Jetzt müsse die Schulbehörde entscheiden.

(Irmgard Duttenhofer/BNN, Abdruck mit freundlicher Genehmigung)

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