Corona-Virus: Ausbreitung in Flüchtlingsunterkunft erfolgreich gestoppt

Quarantäne für Bewohner endet

Karlsdorf-Neuthard/Landkreis Karlsruhe (hut) Kein Bewohner in der Flüchtlingsunterkunft An den Spiegelwiesen in Karlsdorf-Neuthard ist mehr mit Corona infiziert. Die Behörden konnten damit eine weitere Ausbreitung von Covid-19 (Coronavirus) in der, vom Landkreis und der Gemeinde im Kombi-Modell gemeinsam betriebenen Einrichtung, mit Erfolg verhindern, wie die Gemeinde Karlsdorf-Neuthard und das Landratsamt Karlsruhe in einer gemeinsamen Presseerklärung bekanntgeben.
Wie berichtet, waren dort Mitte April zunächst elf, dann noch einzelne weitere Bewohner der Flüchtlingsunterkunft per Testergebnis nachweislich mit Coronaviren infiziert. Alle erkrankten Personen und die Mitbewohner wurden vom Landratsamt Karlsruhe und der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard unverzüglich voneinander isoliert, um eine weitere Ausbreitung möglichst zu verhindern. Für alle Bewohner der Einrichtung galt eine überwachte, mindestens 14-tägige Isolation, und es wurden strikte Schutz- und Hygienebestimmungen angeordnet. Ab Ende April wurden nun nochmals alle, rund 130 dort wohnenden Flüchtlinge auf Coronaviren getestet beziehungsweise auf Krankheitssymptome untersucht.
Die Auswertung ergab lediglich bei zwei weiteren Personen eine Neuinfektion, wobei diese in der zurückliegenden Zeit keinen Kontakt zu anderen Bewohnern hatten und isoliert wurden. Insgesamt waren damit in der Einrichtung 16 Personen von einer Ansteckung betroffen. Alle anderen Bewohner wurden aktuell negativ getestet, das heißt, sie sind nachweislich nicht mit Coronaviren infiziert. „Mit der erfolgreichen Unterbrechung der Infektionskette kann die Quarantäne beginnend am Samstag, 2. Mai, beendet werden“, informieren die Gemeinde Karlsdorf-Neuthard und das Landratsamt. Dies vollziehe sich nach den allgemein geltenden Kriterien, um eine Infektionsgefahr für Dritte auszuschließen. Flüchtlinge dürfen die Einrichtung also wieder verlassen, um etwa einkaufen zu gehen. 
Bürgermeister Sven Weigt aus Karlsdorf-Neuthard und Landrat Dr. Christoph Schnaudigel zeigen sich erleichtert darüber, dass „dank eines sofortigen, entschlossenen und eng abgestimmten Vorgehens diese besondere Herausforderung erfolgreich bewältigt und das anfängliche Risiko einer größeren Ausbreitung in der Einrichtung oder darüber hinaus gebannt werden konnte.“  
Dennoch gelten vorsorglich weitere, besondere Hygienevorschriften innerhalb der Einrichtung, heißt es.
In der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard wurden bislang insgesamt laut Statistik 53 infizierte Personen offiziell registriert. Davon sind die allermeisten Erkrankten bereits wieder genesen, so dass die aktuelle Statistik des Landkreises für Karlsdorf-Neuthard nur noch ganz wenige aktive Krankheitsfälle ausweist. Diese werden voraussichlich in den kommenden Tagen nochmals deutlich abnehmen.
Bürgermeister Sven Weigt dankt auch der örtlichen Hausarztpraxis „Präventikum“ für die Unterstützung und hervorragende Zusammenarbeit, und betont, dass „es unser aller Bestreben bleibt, grundsätzlich so viel wie möglich vorsorglich zu testen, damit eventuelle Corona-Erkrankungen so schnell wie möglich erkannt und eingegrenzt werden können.“ 

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