An Rodung führte kein Weg vorbei

Forstamt erläutert die massiven Baumschäden im Kammerforst

Für erstaunte und erschrockene Blicke sorgten die jüngsten, augenfälligen Rodungen durch das Staatliche Forstamt im Staatswald Kammerforst rund um den Waldsportplatz in Karlsdorf-Neuthard. Rund drei Hektar Waldfläche, das entspricht ungefähr der Größe von vier Fußballplätzen, zeigen sich seitdem in deutlich gelichtetem Zustand. Die Gemeinde war über den Beginn der Aktion im Vorfeld nicht informiert worden. Jetzt trafen sich die Vertreter von Forstamt und Gemeinde vor Ort, um die Hintergründe der Aktion zu erläutern.
„Wegen der massiven Schädigungen und des Absterbens von Kiefern und Buchen gab es zur Fällung der Bäume keine Alternative“, stellte Forstamtsleiter Martin Moosmayer klar. Die Rodung sei notwendig gewesen, um die Sicherheit im Wald zu gewährleisten und der Ausbreitung von Schädlingen entgegenzuwirken.
“Der Hardtwald gehört zu den am stärksten geschädigten Gebieten im Landkreis Karlsruhe. Als Folge des Dürrejahres 2018 und des erneut heißen Sommers 2019 sind massive Schäden entstanden, auf die wir reagieren mussten“, so der Fachmann. Vor allem der Kammerforst habe aufgrund der ohnehin schwierigen Standortbedingungen stark gelitten.
Die Forstleute machen sich demnach große Sorgen, wie rasant sich der Wald verändert und damit auch ein wichtiger CO²-Speicher verloren geht. Um die Waldflächen nachhaltig weiterzuentwickeln, müsse man die Bewirtschaftung anpassen. Eine sogenannte Naturverjüngung sei nicht möglich, weil dann nicht heimische Baumarten das Feld dominieren würden. So sollen die entstandenen Rodungsflächen im Kammerforst in Kürze wieder mit einheimischen, robusteren Baumarten neu bepflanzt werden. Dabei sollen vor allem Eichen gesetzt werden, die mit schwierigen Standortbedingungen besser zurechtkämen.
Revierförster Thomas Fuchs verdeutlichte, dass man sich intensiv mit neuen Baumarten beschäftige, aber auch Erfahrungswerte brauche.
Bürgermeister Sven Weigt, der mit mehreren Gemeinderatsvertretern an der Führung teilnahm, dankte den Forstleuten für ihr Engagement. Der Rathauschef betonte den Wert stabiler Wälder für das Ökosystem und damit für die kommenden Generationen. Auch die Strecke für den Lauftreff könne nach den Räumarbeiten wieder wie gewohnt genutzt werden, hieß es.
 
 

(Erstellt am 04. Dezember 2019)

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