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Die Bebauungspläne „Nachverdichtung Karlsdorf I“ und „Nachverdichtung Neuthard I“ waren Thema der jüngsten Einwohnerversammlung am Mittwoch, 14. Juni, im Foyer der Altenbürghalle. Bürgermeister Sven Weigt präsentierte anschaulich in Präsenz und parallel im online-Format die aktuellen Planungen und Beschlüsse hierzu. Warum überhaupt eine „Nachverdichtung“, also eine sinn- und maßvolle Nutzung von innerörtlichen Baulücken und Freiflächen für eine Wohnbebauung? Neben dem Grundsatz „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ gehe es darum, klare und verlässliche Strukturen für das Bauen innerorts zu schaffen. Nach wie vor sei die Nachfrage nach Wohnraum in der Gemeinde sehr hoch, erläuterte der Bürgermeister. Die Bebauungspläne sollen klare Rahmenbedingungen für eine verantwortungsvolle Nachverdichtung schaffen und ein attraktives Gemeindebild fördern. Hier werden u.a. bauordnungsrechtliche Regelungen zum zulässigen Maß der baulichen Nutzung, zu Bebauungsgrenzen, maximal zulässigen Höhe von Gebäuden, Zahl der Vollgeschosse usw. getroffen. Auch auf Bestandsgrundstücken könne somit z.B. eine rückwärtige Bebauung ermöglicht werden. Mit der vom Gemeinderat beschlossenen Neuregelung soll die oftmals schwierige Beurteilung in Gebieten, für die es keinen Bebauungsplan gibt, auf eine einheitliche Grundlage gestellt werden. Gleichzeitig sollen planerische Vorgaben, wie die Begrenzung des Überbauungsgrades und der Gebäudekubatur sowie die Stellplatz-Regelung (mindestens ein Stellplatz bis 50 qm Wohnfläche, bei mehr als 50 qm Wohnfläche müssen mindestens zwei Stellplätze nachgewiesen werden) ein ortsbildverträgliches Maß sicherstellen. Insgesamt, so war zu erfahren, könne mit der angestrebten Nachverdichtung durch verlässliche Vorgaben und klare planerische Grundlagen mehr Wohnraum innerorts entstehen, ohne eine allzu starke Verdichtung entstehen zu lassen.   Weitere Themen des Informationsabends waren u.a. die Güterverkehrstrasse (hier geht die Gemeinde weiterhin fest davon aus, dass eine Trasse durch die Gemeinde nicht in Frage kommt) und Stadtbahn/ÖPNV.  

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Die bereits vorhandenen Eidechsen-Biotope zwischen den Ortsteilen wurden jetzt mit einer Anschüttung ergänzt. Die Hügel sind besonders für Insektenarten als Lebensraum geeignet. Durch die Struktur der Wälle mit einer windabgewandten und einer windzugewandten Seite kann sich ein besonders günstiges Mikroklima entwickeln, das die vermehrte Ansiedlung von Insekten fördert. So wird das Nahrungsangebot für insektenfressende Vogelarten (Goldammer, Feldlerche, Kiebitz) und solche, die bei der Aufzucht der Nachkommen (Rebhuhn, Fasan) auf diese angewiesen sind, erhöht. Die Gemeinde konnte bei der Anlage der neuen Biotope die Fachleute der Fa. Rifcon zu Rate ziehen, die solche „beetle banks“ als ergänzende Maßnahme vorschlugen. Eine strukturierte Feldflur bietet vielen Pflanzen und Tierarten ein Zuhause. Altgras- und Blühstreifen kommt hierbei eine besondere Bewandtnis zu. Wichtig sind diese Lebensräume für eine Vielzahl an Kleinstlebewesen. Sie bilden die Grundlage eines komplexen, auf sie angewiesenen Nahrungsnetzwerks. Durch den drastischen Rückgang an Insekten- und Spinnenarten in den vergangenen Jahrzehnten sind Niederwild- und Singvogelbestände stark dezimiert. Es ist zu befürchten, dass mehrere Arten aussterben könnten, wenn diese Entwicklung nicht umgekehrt wird. In Karlsdorf-Neuthard sind bislang durch die Bemühungen der örtlichen Naturschützer viele Maßnahmen zur Verbesserung der Artenvielfalt umgesetzt worden. Dem Verein Lebendiges Biotop kommt hierbei eine besondere Rolle zu. Bereits Anfang der 1980er Jahre wurde mit der Heckenvernetzung Pionierarbeit geleistet.

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