Neue Chancen für Stadtbahnanschluss?

Verlängerung der S2 könnte von neuen Bewertungskriterien profitieren

„Verbessern veränderte Rahmenbedingungen die Chancen für die Stadtbahn? Die Anbindung von Karlsdorf-Neuthard an die Stadtbahn soll erneut geprüft werden“, so lautete die Überschrift einer Pressemitteilung der Gemeinde vor einem Jahr.
In der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtete Bürgermeister Sven Weigt über den aktuellen Stand des Projekts.
Und da scheint mittlerweile einiges in Bewegung gekommen zu sein. Demnach sei die sogenannte „Standardisierte Bewertung“ durch den Bund neu geregelt worden, so Weigt. Eine positive Bewertung ist die zwingende Voraussetzung für Fördermittel aus dem Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetz (GVFG) und somit für die Finanzierbarkeit und Genehmigungsfähigkeit eines Stadtbahnanschlusses.  
Vorschnelle Hoffnungen seien zwar nicht angebracht, betonte der Rathauschef, denn noch seien die detaillierten Bewertungskriterien nicht bekannt.  
„Positiv ist allerdings, dass die Fördermittel für das GVFG, der Topf, aus dem ein Stadtbahnanschluss gefördert wird, deutlich erhöht und der Förderkatalog erweitert wurde“, erläuterte Weigt.  
So sei damit zu rechnen, dass etwa Klima- und Umweltschutzziele oder Aspekte der Daseinsvorsorge für die grundsätzliche Frage einer Förderfähigkeit höheres Gewicht bekämen. Das könnte einer avisierten Verlängerung der S 2 von Stutensee-Spöck in die Karten spielen.
Bei der Realisierung des Stadtbahnprojekts ziehe man, so Weigt, weiterhin mit dem Landkreis Karlsruhe an einem Strang. Der Kreistag habe im Oktober 2019 die Unterstützung für eine neue standardisierte Bewertung für die Verlängerung der S2 von Spöck in Richtung Bruchsal (und weiter nach Waghäusel) beschlossen.
Vorausgegangen war dem ein Schreiben des Karlsdorf-Neutharder Bürgermeisters an das Landratsamt Karlsruhe mit einer entsprechenden Anregung.  
„Für Karlsdorf-Neuthard bleibt die Anbindung an die Stadtbahn eines der wichtigsten Ziele, welches wir unbedingt erreichen möchten“, betonte Weigt nun gegenüber dem Gemeinderat.

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