Kunst im Rathaus

Ingrid Bartsch und Alois Heneka zeigen Arbeiten

„Kunst im Rathaus“ heißt die Veranstaltungsreihe von Gemeinde und Kunstkreis, mit der seit Jahren in den Karlsdorf-Neutharder Verwaltungsgebäuden eine große Bandbreite künstlerischen Schaffens zu sehen ist.
Jetzt war wieder die Eröffnung einer neuen Kunstschau, bei der bis zum Herbst kommenden Jahres Ingrid Bartsch (Malerei) und Alois Heneka (Holzkunst) im Rathaus Karlsdorf Auszüge ihrer Arbeiten präsentieren.
Der Bürgersaal vermochte die große Zahl der Kunstinteressierten bei der Vernissage kaum aufzunehmen. Bürgermeister Sven Weigt freute sich über den großen Zuspruch, was den Erfolg des Konzepts bestätige.
„Die eindrucksvollen Bilder und Skulpturen passen mit ihrer Aussagekraft, mit ihren Fragestellungen und Interpretationsmöglichkeiten hervorragend ins Rathaus“, konstatierte der Verwaltungschef.
Denn bei den Ratssitzungen im Sitzungssaal seien Demokratie und lebendige Kommunalpolitik hautnah erlebbar, gelte es, sich mit anderen Meinungen kritisch, aber fair auseinanderzusetzen, und würden nach mitunter intensivem, konstruktivem Ringen die für die Gemeinde bestmöglichen Entscheidungen getroffen.
Vereinsvorsitzender Martin Günther stellte die ausstellenden Künstler   vor. Dabei spannte er einen weiten Bogen von der gewünschten und notwendigen Auseinandersetzung mit den ausgestellten Kunstwerken bis zur aktuellen Debatte um Demokratie und Klimaschutz.
„Was wäre Kunst, wenn sie niemand sehen kann“, dankte Günther der Gemeinde für die Möglichkeit, Kunst im öffentlichen Raum zu zeigen.
Der gebürtige Neutharder und in Karlsdorf wohnende Alois Heneka ist erst seit wenigen Jahren im Kunstkreis aktiv. Sein Metier ist der Werkstoff Holz, der ihn jeher fasziniert.
Nach dem Ruhestand fand er die nötige Zeit und Muße für seine Passion. Alois Henekas Arbeiten haben eine tiefe und spannende Wirkung auf den Betrachter.
Bei seiner Arbeit greift er bevorzugt auf hier heimische Holzarten zurück, die er mit Kunstfertigkeit und Phantasie in allerlei Formen verwandelt, seien es innig umschlungene „Liebende im Holunder“, „Der stolze Hahn“ oder „Bockweddel“, die quasi als Karlsdorfer Synonym im Doppel nun den Besucher am Eingang des Rathauses begrüßen.
Im Kontrast dazu stehen die nicht minder eindrucksvollen Bilder von Ingrid Bartsch aus Bruchsal, die sich vor drei Jahren dem Kunstkreis angeschlossen hat. Einerseits vermitteln ihre Bilder in Bleistift, Acryl und Mischtechniken eine wohltuende Ruhe und offerieren dabei doch spannende Gegensätze zwischen Werken mit Schwarz-Weiß-Kontrasten und intensiver Farbe. Andererseits lassen sie dem Betrachter je nach persönlichem Blickwinkel viele Interpretationsmöglichkeiten.
Die Vernissage wurde von Julian Schlindwein am Saxophon und Robin Schlindwein am Flügelhorn musikalisch begleitet.
Zu sehen ist die neue Dauerausstellung im Rathaus Karlsdorf, Amalienstraße 1, bis Oktober kommenden Jahres zu den üblichen Öffnungszeiten.

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