Verkehrsminister Winfried Hermann beim Baustellenbesuch an der Autobahn 5

Großbaustelle ständig sechsspurig befahrbar

Im Rahmen seiner diesjährigen Sommertour informierte Verkehrsminister Winfried Hermann zusammen mit den Bundestagsabgeordneten Olav Gutting und Christian Jung, Landrat Christoph Schnaudigel, Bruchsals Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick und Karlsdorf-Neuthards Bürgermeister-Stellvertreter Harald Weschenfelder über das Baustellenmanagement der Straßenbauverwaltung. Bei dem Vor-Ort-Termin an der Autobahn 5 waren auch die stellvertretende Regierungspräsidentin Gabriela Mühlstädt-Grimm sowie der zuständige Referatsleiter beim Regierungspräsidium Karlsruhe, Jürgen Genthner, mit von der Partie.Die Vertreter des Regierungspräsidiums informierten darüber, dass die Autobahn in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts errichtet und in den 70er Jahren verbreitert wurde. Eine Modernisierung der beiden maroden Brücken auf Höhe von Karlsdorf/Bruchsal sei aus wirtschaftlichen Gründen nicht verantwortlich, deshalb sei auch der Abriss und Neubau die sinnvollste Alternative gewesen.Seit dem Frühjahr 2017 laufen nun die Arbeiten an der Großbaustelle, die den Ersatzneubau von zwei Brücken sowie den Neubau des letzten Abschnitts einer Lärmschutzwand auf der Westseite der Autobahn. Als zentrale Frage bezeichnete der Grünen-Politiker Hermann, wie Bauzeiten verkürzt und Verkehrsteilnehmer entlastet werden könnten. „Nicht jede Baustelle eignet sich für provisorische Streckenführungen oder 24 Stunden Betrieb. Wir wägen bei jeder Maßnahme ab, wie der Bau für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer am schmerzfreiesten durchgeführt werden kann. Klar ist aber auch, Baustellen ohne gewisse Verkehrsbeeinträchtigungen kann es nicht geben“, so Hermann.Nach den Worten von der stellvertretenden Regierungspräsidentin Mühlstädt-Grimm sei man derzeit im Zeitplan. Im Sommer 2021 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf insgesamt 18 Millionen Euro, wovon alleine vier Millionen Euro auf die notwendige Behelfsumfahrung, bestehend aus einem zweistreifigen provisorischen Autobahndamm einschließlich der Errichtung zweier Behelfsbrücken, entfallen. Diese Behelfsumfahrung war deshalb erforderlich, um den Verkehrsfluss während der langen Bauzeit mit insgesamt sechs Fahrstreifen aufrecht zu erhalten, da während des Abbruchs und Neubaus der Brücken jeweils eine Richtungsfahrbahn nicht nutzbar ist. Angesichts der Bauzeit und der hohen verkehrlichen Belastung der Autobahn (täglich 100000 Fahrzeuge, davon rund 14000 LKW) hielten die Planer eine einbahnige Verkehrsführung mit insgesamt nur vier Fahrstreifen (zwei pro Fahrtrichtung) für zu wenig. Mit den sechs Fahrstreifen (drei pro Fahrtrichtung) kann auch während der Bauarbeiten ein stetiger Verkehrsfluss aufrechterhalten werden.Eine immense Menge an Baumaterialen werden an der Großbaustelle benötigt: 140000 Kubikmeter Erde, 23000 Quadratkilometer Asphalt und 5700 Kubikmeter Stahlbeton werden beispielsweise verbaut. „Durch den Neubau wird eine richtlinienkonforme Länge für Ein- und Ausfädelstreifen an einer Autobahnanschlussstelle erreicht sowie eine Erhöhung der Querneigung, um die Gefahr von Aquaplaning zu reduzieren“, so Referatsleiter Genthner vom Regierungspräsidium.Die gesamte Baumaßnahme inklusive der 500 Meter langen Lärmschutzwand wird vom Bund finanziert. Mindestens 80 Jahre sollen Brücken und Fahrbahn halten, genauso lang wiewie beim erstmaligen Bau der Autobahn 1936/1937. 

(Erstellt am 05. September 2018)

Kontakt Pressemitteilungen

Frau Iris Habitzreither
Bild des persönlichen Kontakts "Frau Habitzreither"
Telefon 07251/443211
Fax 07251/443280
Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag während der allgemeinen Öffnungszeiten.

Gebäude: Rathaus Karlsdorf
Herr Thomas Huber
Sachgebietsleiter
Bild des persönlichen Kontakts "Herr Huber"
Telefon 07251/443205
Fax 07251/443270
Öffnungszeiten:

Während der allgemeinen Öffnungszeiten.

Gebäude: Rathaus Karlsdorf
Aufgaben: Bürgerangelegenheiten und Presseangelegenheiten, Mitteilungsblatt